Stolperstein Initiative Göppingen


Die Initiative

 Sehr geehrte Damen und Herren,
 liebe Freundinnen und Freunde!

Dieser Tage wurde unser neues Buch mit den Stolperstein – Biografien fertiggestellt und wir möchten Sie / euch herzlich zur öffentlichen Präsentation einladen: Sie findet am Samstag dem 27. Januar um 14.30 Uhr im Silbersaal des Göppinger Schlosses statt – direkt anschließend an die Gedenkveranstaltung zum Holocaust-Tag, die um 14 Uhr im Schlossgarten am Gedenkstein beginnt.

Das zweisprachig verfasste Buch in deutsch und englisch kann über den Buchhandel bezogen werden oder direkt beim Göppinger Stadtarchiv. Es kostet 15,-€. Die Erstellung des Buches war das wichtigste Vorhaben unserer Initative im vergangenen Jahr. Wir danken allen, die uns unterstützt haben, sei es durch Spenden oder durch tätige Hilfe; Sie alle haben dazu beigetragen, dass das Buch fertig gestellt werden konnte.

Daneben blieb uns Zeit, weitere Aufgaben zu erfüllen.
Gleichzeitig mit der Eröffnung des Erinnerungs-Pfads in Jebenhausen ließen wir einen Stolperstein für Max Lauchheimer legen, dem Großvater von Inge Auerbacher. Es wird aller Wahrscheinlichkeit nach der letzte Stolperstein in Göppingen sein.
Auch gelang es, unsere Homepage <http://www.stolpersteine-gp.de weitgehend zu aktualisieren und benutzerfreundlicher zu gestalten.
Neue Recherchen betrafen zunächst die Göppinger Familie Ottenheimer, für die im November 2016 Stolpersteine gesetzt worden waren. Hier gab es noch Vieles zu entdecken und zu belegen.

Unser nächstes großes Projekt hat zum Ziel, dem Leben der Bewohnerinnen und Bewohner des Weißensteiner Zwangsaltenheims nachzuspüren. Zur Erinnerung: Im Schloss Weißenstein wurde von Oktober 1941 bis Ende August 1942 über 60 alte jüdische Menschen einquartiert, die aus ihren Wohnungen vertrieben worden waren. Vom Schloss aus wurden sie in Konzentrationslager gebracht und mit wenigen Ausnahmen von den Nazis ermordet. Zu dem Erstellen der Biografien ist geplant, eine ‚Stolperschwelle‘ in der Nähe des Schlosses setzen zu lassen.
Da eine ‚Stolperschwelle‘ das Vielfache eines Stolpersteins kostet, bitten wir Sie / euch auch weiterhin um Spenden.

Einladen möchten wir Sie / euch gern zu einer nachträglichen Stolperstein – Zeremonie am Sonntag, dem 18. März um 11 Uhr in der Metzgerstraße 72. Der Stolperstein für Jakob Barbian konnte zunächst aus bautechnischen Gründen nicht verlegt werden, den 75.Todestag von Jakob Barbian nehmen wir nun zum Anlass, an sein Schicksal zu erinnern, das sich sehr von den anderen Göppinger Stolperstein – Biografien unterscheidet.

Im Namen der Initiative Stolpersteine Göppingen e.V. wünsche ich Ihnen / euch ein erfreuliches Neues Jahr!

 

 

Die „Initiative Stolpersteine Göppingen e.V.“ ist eine Gruppe von lokalgeschichtlich Interessierten. Wir recherchieren die Lebensschicksale von Göppinger Bürgerinnen und Bürgern, die von den Nazis ermordet wurden. Dabei handelt es sich um rassistisch Verfolgte, um ermordete politische Gegner, sowie um Euthanasie-Opfer. Nach Abschluss der Recherche bitten wir den Kölner Künstler Gunter Demnig, zum Gedächnis an die Ermordeten Stolpersteine herzustellen und am ehemaligen Wohnort zu verlegen. Die Initiative kümmert sich auch um die Finanzierung der Stolpersteine. Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand werden in Göppingen keine weiteren Stolpersteine verlegt werden. Wir danken allen Privatpersonen, Kommunalverwaltungen und Firmen, die das Projekt Stolpersteine und unsere Initiative unterstützt haben und unterstützen. Ein besonderer Dank gilt unseren Zeitzeugen mit ihren Erinnerungen und Erinnerungsstücken.
Die Aufgabe der Initiative Stolpersteine ist damit noch nicht abgeschlossen, da die biografischen Texte weiterhin ergänzt und aktualisiert werden. Darüber hinaus stehen wir in Verbindung mit Nachkommen geflüchteter Familie, die keine Ermordeten zu beklagen haben. Deren Familienerinnerungen und Schicksale sollen künftig hier auch veröffentlicht werden.