Skip to content

Veranstaltungen


Öffnungszeiten der Dauerausstellung im Jüdischen Museum Göppingen

Mittwoch + Samstag: 13.00 Uhr - 17.00 Uhr

Sonntag + Feiertag: 11.00 Uhr - 17.00 Uhr

Fotografie: Wolfgang Horny

Im 19. Jahrhundert hatte Jebenhausen eine der größten jüdischen Gemeinden Württembergs.

Die Ausstellung handelt von der Geschichte der Juden in Jebenhausen und Göppingen. Diese begann 1777 mit der Ausstellung eines Schutzbriefs für jüdische Familien durch die Ortsherrschaft der Herren von Liebenstein.

Lesung mit Dr. Dorothee Schmitz-Köster

  • Donnerstag, 6. Februar 2020 von 19:30 bis 21:00
  • Stadtbücherei Geislingen Schillerstr. 2, 73312 Stadt Geislingen An Der Steige

Klaus wird bald 80 und führt ein beschauliches Leben. Aber etwas lässt ihm keine Ruhe. Seine Kindheit, seine ersten fünf Lebensjahre sind in seinem Gedächtnis wie ausgelöscht. Erinnern kann er sich nur an eine beängstigende Szene: Er stand auf einem Tisch - und um ihn herum „schwarze Männer“. Wer waren diese Männer? Was haben sie mit ihm gemacht? Klaus will es endlich wissen. Mit einem schlimmen Verdacht beginnen meine Recherchen. Und dann fügt sich wie bei einem Puzzle ein Steinchen ans andere. Beim Internationalen Suchdienst wird eine „Kinderakte“ entdeckt, danach war Klaus ursprünglich ein ganz anderer. Das Polnische Rote Kreuz findet Halbgeschwister, die Familienerinnerungen bewahrt haben. Recherchen vor Ort belegen, dass tausende polnische Kinder im Zweiten Weltkrieg ein ähnliches Schicksal wie Klaus hatten. Unter dem Vorzeichen nationalsozialistischer „Rassenpolitik“ wurden sie geraubt, wurde ihre Identität zerstört, wurden sie nach Deutschland verfrachtet, im Herzen ein Trauma, das die meisten tief in sich vergraben haben.
Schritt für Schritt deckt „Raubkind“ Klaus´ wahre Geschichte auf. In der SS-Organisationen und Kalter Krieg eine Rolle spielen, eine polnische und eine deutsche Familie, ein Gespinst aus Lügen, Leugnen und Verdrängen. Und die Frage, was die späte Entdeckung der Wahrheit mit einem Menschen macht. Dieses Buch erzählt die Geschichte eines Geislinger Bürgers.
Eintritt: EUR 8,00 / erm. EUR 5,00


Vortrag

Donnerstag, 19. März, 19.30 Uhr
Moritz Daniel Oppenheim. Maler der Rothschilds und Rothschild der Maler

Dr. Esther Graf, Kunsthistorikerin, Mannheim, und Isabel Gathof, Regisseurin, Hanau

Jüdisches Museum in der Alten Kirche Jebenhausen

Eintritt: 5, – €

Der Vortrag schildert die Laufbahn des ersten akademisch ausgebildeten jüdischen Malers in Europa. Er stellt die Bilder Moritz Daniel Oppenheims – Porträts, Historiengemälde, Genreszenen – in den kulturellen und gesellschaftspolitischen Kontext des 19. Jahrhunderts, als es für einen Juden nicht selbstverständlich war, eine Malerkarriere mit akademischer Ausbildung anzustreben, ohne zum Christentum zu konvertieren.


Vortrag in der Reihe "Göppinger Köpfe"

Dienstag, 21. April, 19.30 Uhr
Historiker einer menschenfeindlichen Kunst: Eduard Fuchs


Prof. Dr. Micha Brumlik, Berlin

Jüdisches Museum in der Alten Kirche Jebenhausen

Eintritt: € 5,–

Von Walter Benjamin gelobt, doch heute weitgehend vergessen, erweist sich der 1870 in Göppingen geborene Eduard Fuchs als ein noch immer – oder immer wieder – zu entdeckender Kunsthistoriker. Freilich fällt jene Kunstform, der er sich zeitlebens gewidmet hat, nämlich die Karikatur, durchaus aus dem Rahmen üblicher Kunstgeschichte. Fuchs publizierte nicht nur ein Buch über die Juden in der Karikatur, sondern auch Werke über Sittengeschichte, über Frauen, das Kriegsgeschehen sowie die Erotik in der Karikatur. Seine wechselhafte politische Lebensgeschichte – von der SPD zur KPD zum Austritt aus der KPD –, trieb ihn, den erklärten Linken nach 1933 in die französische Emigration, wo er schliesslich 1940 starb. Seine 1921 publizierte Studie zum „Antisemitismus in der Karikatur“ könnte aktueller nicht sein.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *