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Veranstaltungen

Neueröffnung des Jüdischen Museum

23. Januar 2019 um 19.00 Uhr


Jüdisches Museum Göppingen

Umbau und Erneuerung der Dauerausstellung

Fotografie: Wolfgang Horny

Im 19. Jahrhundert hatte Jebenhausen (seit 1939 Stadtbezirk von Göppingen) eine der größten jüdischen Gemeinden Württembergs. Die Ausstellung handelt von der Geschichte der Juden in Jebenhausen und Göppingen. Diese begann 1777 mit der Ausstellung eines Schutzbriefs für jüdische Familien durch die Ortsherrschaft der Herren von Liebenstein.


"Als das Boot zur Galeere wurde ..." Teil 1: Das KZ-Aussenlager in Geislingen: Vortrag & Lesung mit Sybille Eberhardt
24.01.2019 - 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr
Veranstalter: VHS Geislingen und Stadtbücherei in der MAG
Ort: Stadtbücherei in der MAG, Schillerstraße 2, Lesecafe

Der 27. Januar ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus – dieser Vortrag mit Lesung ist der Auftakt zu einer dreiteiligen Vortragsreihe über neueste Erkenntnisse zum KZ-Außenlager in Geislingen. Die Referentin Sybille Eberhardt hat Interviews mit überlebenden Zwangsarbeiterinnen und zahlreiche Gerichtsakten ausgewertet und damit bislang umfangreichste Erkenntnisse speziell über das Geislinger Lager gesammelt. In diesem ersten Vortrag wird sie eingehen auf:
- Gefürchteter Lageralltag,
- Machtverhältnisse im Lager mit Rückblick auf Rekrutierung und Ausbildung der SS-Aufseherinnen,
- Einsatz der Kapos als verlängerter Arm der SS,
- Lebensmittelschiebungen zu Lasten der Häftlinge,
- Damoklesschwert Selektion und Rücktransport nach Auschwitz bei Krankheit und Schwangerschaft.

Eintritt: 5,00 EUR / 3,00 EUR
Abendkasse


Vortrag zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Sonntag, 27. Januar, 17 Uhr
Zwangsarbeit weiblicher KZ-Häftlinge für die WMF Geislingen im Schatten von Auschwitz
Sybille Eberhardt, Rechberghausen
Eintritt: € 5,- / 4,-
Archiv und Museen der Stadt Göppingen

Wie funktionierte das größte Frauenlager im süddeutschen Raum? Wie wurde das Wachpersonal rekrutiert? Wie sah der Alltag der KZ-Häftlinge aus? Die Autorin des Buchs „Als das ‚Boot‘ zur Galeere wurde ...“, suchte Antworten auf diese Fragen in Interviews mit Zeitzeuginnen und umfangreichem Archivmaterial. Sie verleiht in ihrem Vortrag den jüdischen Zwangsarbeiterinnen aus Polen und Ungarn eine Stimme, zeichnet die Entwicklung des Frauenlagers bis zu seiner Auflösung ebenso nach wie den Anpassungskurs der WMF an die Kriegspolitik der Nazis. Schließlich erinnert sie daran, dass nicht alle Arbeitssklaven die mörderischen Lager- und Arbeitsbedingungen überlebten und die Verstorbenen nach dem Krieg in der israelitischen Abteilung des Göppinger Hauptfriedhofs beigesetzt wurden.
Vortrag


„Als das Boot zur Galeere wurde…“ - Teil 2: Die Entwicklung der WMF zum NS-Musterbetrieb und die Arbeitsbedingungen: Vortrag & Lesung mit Sybille Eberhardt

30.01.2019 - 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr
Veranstalter: VHS Geislingen und Stadtbücherei in der MAG
Ort: Stadtbücherei in der MAG, Schillerstraße 2, Lesecafé

„Suppe aus Kartoffelschalen, Schläge für die kleinsten Vergehen und sadistische Misshandlungen standen für die Zwangsarbeiterinnen der WMF Geislingen auf der Tagesordnung.“ (Stuttgarter Zeitung, 13.6.2018)

Die Arbeitsbedingungen in der WMF stehen im Mittelpunkt dieses zweiten Teils der Vortragsreihe. Polnische Jüdinnen aus Lodz wurden nach Geislingen gebracht und trafen dort auf 700 ungarische Jüdinnen, mit denen sie im KZ-Außenlager in der Heidenheimer Straße zusammen lebten. Sybille Eberhardt zeichnet den Arbeitsalltag dieser Frauen nach.

Eintritt: EUR 5,00 / EUR 3,00


„Als das Boot zur Galeere wurde…“ - Teil 3: Jüdisches Leben in Lodz und die deutsche Besatzung: Vortrag & Lesung mit Sybille Eberhardt

21.02.2019 - 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr
Veranstalter: VHS Geislingen und Stadtbücherei in der MAG
Ort: Stadtbücherei in der MAG, Schillerstraße 2, Lesecafé

Im dritten Teil der Vortragsreihe möchte Sybille Eberhardt Ihnen zeigen, wer diese Frauen eigentlich waren, die in Geislingen für die WMF arbeiten mussten, woher sie kamen und wie ihr Leben vor der Deportation aussah. Sie beleuchtet an diesem Abend u.a. Wohn- und Arbeitsverhältnisse in der multiethnischen Stadt, Formen religiöser Praxis in Stadt und Umland, Kriegsausbruch und deutsche Besatzung - für die jüdische Bevölkerung gleichbedeutend mit Entrechtung, Ghettoisierung, Ausbeutung und Vernichtung.

Eintritt: EUR 5,00 / EUR 3,00


Dienstag, 12. März, 19.30 Uhr
Arthur Kern und die französischen Kindertransporte
Lilly Maier, Historikerin und Journalistin, München
Eintritt: € 5,– / 4,–
Archiv und Museen der Stadt Göppingen

Über 15.000 jüdische Kinder und Jugendliche konnten 1938/39 vor dem Holocaust gerettet werden, weil ihre Eltern bereit waren, sich von ihnen zu trennen und sie alleine in die Fremde zu schicken – auf einem sogenannten Kindertransport. Eines dieser Kinder war Arthur Kern, der am 14. März 1939 – also vor genau 80 Jahren – Frankreich erreichte. Kern lebte gemeinsam mit 200 anderen Kindern in deutsch-jüdischen Kinderheimen. Doch dann marschierte die deutsche Wehrmacht in Paris ein und trieb die Kinder ein zweites Mal in die Flucht. Der Vortrag findet anlässlich der Woche der Brüderlichkeit statt und beruht auf Lilly Maiers gerade erschienene Biografie „Arthur und Lilly. Das Mädchen und der Holocaust-Überlebende“ (Heyne Verlag).

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