Springe zum Inhalt

Veranstaltungen


Öffnungszeiten der Dauerausstellung im Jüdischen Museum Göppingen

Mittwoch + Samstag: 13.00 Uhr - 17.00 Uhr

Sonntag + Feiertag: 11.00 Uhr - 17.00 Uhr

Fotografie: Wolfgang Horny

Im 19. Jahrhundert hatte Jebenhausen eine der größten jüdischen Gemeinden Württembergs.

Die Ausstellung handelt von der Geschichte der Juden in Jebenhausen und Göppingen. Diese begann 1777 mit der Ausstellung eines Schutzbriefs für jüdische Familien durch die Ortsherrschaft der Herren von Liebenstein.

Szenische Lesung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Sonntag, 26. Januar, 17 Uhr
Czernowitz – „Eine Gegend, in der Menschen und Bücher lebten“

Nach einem Textkonzept von Judith Stumptner mit Graziella Rossi und Helmut Vogel
Musikzusammenstellung/Klarinetten: Martha Rüfli
Dramaturgie: Helmut Vogel

Koop von Kulturreferat und Archiv und Museen der Stadt Göppingen

Jüdisches Museum in der Alten Kirche Jebenhausen

Eintritt: € 12,– / 8,–

Czernowitz – das ist ein Name, der lockt und klingt. Ein Mythos, dessen Faszination bis in die Gegenwart reicht. Und eine Stadt, die einst als Schmelztiegel der Kulturen galt, gelegen in der Bukowina. Das Czernowitz von damals existiert nicht länger, der Mythos aber lebt bis heute fort. Überliefert in Geschichten und Gedichten der Poeten – geschrieben zwischen New York und Paris, Düsseldorf und Jerusalem, voller Nostalgie und Sehnen. Mit Musik und Texten nähern wir uns der reichen literarischen Tradition von Czernowitz an, hören bekannte und weniger bekannte Stimmen der „Bukowiner Dichterschule“ und versuchen, die Faszination zu ergründen, die bis heute von dem Namen der Stadt in der Ukraine ausgeht.


Vortrag

Donnerstag, 19. März, 19.30 Uhr
Moritz Daniel Oppenheim. Maler der Rothschilds und Rothschild der Maler

Dr. Esther Graf, Kunsthistorikerin, Mannheim, und Isabel Gathof, Regisseurin, Hanau

Jüdisches Museum in der Alten Kirche Jebenhausen

Eintritt: 5, – €

Der Vortrag schildert die Laufbahn des ersten akademisch ausgebildeten jüdischen Malers in Europa. Er stellt die Bilder Moritz Daniel Oppenheims – Porträts, Historiengemälde, Genreszenen – in den kulturellen und gesellschaftspolitischen Kontext des 19. Jahrhunderts, als es für einen Juden nicht selbstverständlich war, eine Malerkarriere mit akademischer Ausbildung anzustreben, ohne zum Christentum zu konvertieren.


Vortrag in der Reihe "Göppinger Köpfe"

Dienstag, 21. April, 19.30 Uhr
Historiker einer menschenfeindlichen Kunst: Eduard Fuchs


Prof. Dr. Micha Brumlik, Berlin

Jüdisches Museum in der Alten Kirche Jebenhausen

Eintritt: € 5,–

Von Walter Benjamin gelobt, doch heute weitgehend vergessen, erweist sich der 1870 in Göppingen geborene Eduard Fuchs als ein noch immer – oder immer wieder – zu entdeckender Kunsthistoriker. Freilich fällt jene Kunstform, der er sich zeitlebens gewidmet hat, nämlich die Karikatur, durchaus aus dem Rahmen üblicher Kunstgeschichte. Fuchs publizierte nicht nur ein Buch über die Juden in der Karikatur, sondern auch Werke über Sittengeschichte, über Frauen, das Kriegsgeschehen sowie die Erotik in der Karikatur. Seine wechselhafte politische Lebensgeschichte – von der SPD zur KPD zum Austritt aus der KPD –, trieb ihn, den erklärten Linken nach 1933 in die französische Emigration, wo er schliesslich 1940 starb. Seine 1921 publizierte Studie zum „Antisemitismus in der Karikatur“ könnte aktueller nicht sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.